"Duisburg braucht die Liebesparade"
Die in Duisburg geplante Loveparade werde der Stadt und der Kulturhauptstadt 2010 weltweit eine große Aufmerksamkeit und eine mediale Verstärkung bringen, die man nicht hoch genug einschätzen könne – sagte gestern Björn Köllen, Sprecher der ”Loveparade”-Veranstaltungs-Gesellschaft, zur NRZ, nachdem er mit Überraschung und Interesse die Debatte in der NRZ um das geplante Techno-Musik-Massen-Eregnis gelesen hatte.
Techno ist Jugend-Kultur
Um die Bedeutung dieser Großveranstaltung zu verstehen, so Köllen, müsse man sich ein paar Zahlen vor Aufgen halten – Zahlen der Loveparade vom 18. Juli 2008 auf der B1 in Dortmund. Dort hätten im Lauf des Tages schlussendlich 1,6 Millionen Menschen die Parade besucht. Nach einer Analyse der Nürnberger „Gesellschaft für Konsumforschung” (GfK) wären im Durchschnitt 95 Euro pro Loveparade-Besucher im lokalen Handel, der Gastronomie und Hotellerie hängen geblieben. Insgesamt eine Summe von 144 Mio. Euro.
Alleine der Werbewert der Berichterstattung über die Loveparade in Dortmund, so rechnet der Pressesprecher vor, entspreche einem Gegenwert von etwa 40 Mio. Euro.
Medien in 90 Ländern der Welt hätten über das Ereignis berichtet; vor Ort, so Köllen, seien 900 Journalisten aus 22 Ländern gewesen, die alleine 59 TV-Übertragung - davon 53 live - produziert hätten. Im Internet auf der Seite von „myspace.de” hätte die Loveparade einen Rekord eingestellt, mit 4,2 Nutzern aus 104 Ländern, die sich Bilder von der Dortmunder Loveparade runtergeladen hätten. Die Duisburger Loveparader, so Köllen, werde zustande kommen, da sei er ganz sicher.
Unterdessen haben sich jetzt die FDP und die Grünen schützend vor die geplante „Loveparade Duisburg” gestellt.
Frank Albrecht (FDP): „Die Loveparade ist gut für Duisburg! Ich bin verwundert, dass der bisherige kulturpolitische Konsens zu diesem Mega-Event in Frage gestellt wird. Selbstverständlich sind die Loveparade und Techno Kultur. Gerade im Kulturhauptstadtjahr hat Duisburg die Chance, sich wie eine richtige Metropole zu präsentieren.”
Rainer Neumann (Die Grünen): „Dass Technomusik seit Jahrzehnten zur Jugendkultur gehöre, sollte ein Kulturdezernent nicht übersehen. Die negativen Aspekte wie Verschmutzung und Drogen, gefährdete Sichehrheit muss man durch eine gute Planung in den Griff bekommen.” Die positiven Auswirkungen für das Image Duisburg seien aber immens.









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